Gebührenübersicht

Diese Tabelle gibt eine Übersicht über Kontoführungsgebühren, welche Schweizer Banken für Kunden mit Steuerdomizil/Wohndomizil im Ausland erheben. Dies betrifft sowohl Auslandschweizer wie auch Kunden anderer Nationalitäten. Allfällige Gebühren, welche die Bank allen (also auch den in der Schweiz wohnhaften) Kunden verrechnet, sind nicht berücksichtigt.

Sämtliche Geldbeträge sind in Schweizer Franken aufgeführt.

Preise zuletzt aktualisiert / letzte Überprüfung Gebühr weil Domizil im Ausland
(pro Jahr, in CHF)
Bedingung(en) für Gebührenbefreiung (nur eine Bedingung muss erfüllt sein)
Aargauische KB
Gebührentarif
2016-07-00 / 2016-08-24 0-720 je nach Domizil/Vermögen (Auskunft eines Kunden im Juli 2016: Bank stellt sämtliche Dienstleistungen für Auslandkunden ein)
(nicht publiziert, nur auf Anfrage erhältlich)
acrevis
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-08-24 350 (keine publiziert)
Alternative Bank Schweiz
Gebührentarif
(nicht erwähnt) / 2016-09-24 240 (Auskunft eines Kunden mit Wohnsitz Spanien im Sept.2016: Kontoeröffnung nicht möglich) (keine publiziert)
Appenzeller KB
Gebührentarif
2016-01-01 / 2016-08-24 240 (Auskunft eines Kunden: Nur Neukunden aus D/A/FL werden akzeptiert)
Baloise Bank SoBa
Gebührentarif
2016-01-01 / 2016-08-24 360 (Auskunft eines Kunden: Neukunden werden nicht mehr akzeptiert) · Grenzgänger/-innen (mit Grenzgängerbewilligung)
Bank Coop
Gebührentarif
2013-01-01 / 2016-08-24 120 (F/D/A/I)
240 (Rest der Welt; Auskunft eines Kunden im Jan.2016 werden allerdings nur Neukunden mit Domizil D/A/F/I akzeptiert)
· Gesamtvermögen ≥ 100’000
· Hypothek
Bank Linth LLB
Gebührentarif
2016-03-00 / 2016-08-24 480 (keine publiziert)
Basellandschaftliche KB
Gebührentarif
(nicht erwähnt) / 2016-10-02 keine publiziert (Auskunft zweier Kunden im Juni/Aug. 2016: 240 für D/F, 480 für Rest der Welt)
Basler KB
Gebührentarif
2016-05-22 / 2016-08-24 240 · Gesamtvermögen ≥ 100’000
· Hypothek
· Kunden < 25 Jahre alt
Berner KB
Gebührentarif
2016-08-01 / 2016-11-12 240 (120 bis ende 2016; zuzüglich länderspezifische Zuschläge auf Anfrage; Auskunft eines Betroffenen Sept.2016: Bezug zur CH notwendig) (keine publiziert)
Credit Suisse
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-10-02 480 · Gesamtvermögen ≥ 1 Mio.
· Ausschliesslich Hypothekarkredite mit Anlagevermögen ≤ 10’000
Freiburger KB
Gebührentarif
2016-01-01 / 2016-10-02 600 · Gesamtvermögen ≥ 50’000
Freie Gemeinschaftsbank Basel
Gebührentarif
2016-06-20 / 2016-10-02 keine publiziert
(Auslandkunden nicht erwünscht gemäss Auskunft eines Kunden im Jan.2016; Vertreten „anthrosophischer Ziele bzw. Inhalte“ als Voraussetzung gemäss Auskunft eines anderen Kunden im 2015)
(keine publiziert)
Genfer KB (BCGE)
Gebührentarif
2016-01-01 / 2016-08-24 60 (Auskunft eines Kunden im Aug.2016: Muss vom Vorstand genehmigt werden und >= 100’000) · Kunden ≤ 21 Jahre alt
Glarner KB
Gebührentarif
2016-02-22 / 2016-10-02 400 (Länder mit Steuerabkommen)
200 (Länder ohne Steuerabkommen)
(keine publiziert)
Graubündner KB
Gebührentarif
2016-01-01 / 2016-10-02 240 · Gesamtvermögen ≥ 50’000
· Hypothek ≥ 50’000
Hypo Landesbank Vorarlberg (Niederlassung St. Gallen)
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-10-02 keine (A/FL)
480 (Rest der Welt)
(keine publiziert)
Jurassische KB (BCJ)
Gebührentarif
2016-01-01 / 2016-10-02 120 (keine publiziert)
Luzerner KB
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-10-02 420 · Hypothek / Darlehen / Kontokorrent-Kredite ≥ 100’000
· Gesamtvermögen ≥ 100’000
· Kunden unter 18 Jahren
Migrosbank
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-10-02 60 (D/F/I/A mit Guthaben > 7’500)
240 (D/F/I/A mit Guthaben <= 7’500; Auskunft eines Kunden im Mai 2016: Keine Neukunden mehr)
360 (Rest der Welt; Auskunft eines Kunden im Dez.2015: Neue USA-Kunden nicht erwünscht)
(keine publiziert)
Neue Aargauer Bank (NAB)
Gebührentarif
2015-04-01 / 2016-10-02 keine publiziert (MyNAB Pakete stehen gemäss FactSheet nur Kunden mit Domizil Schweiz zur Verfügung; Auskunft zweier Betroffenen im Feb./Sept.2016: Auslandkunden willkommen wenn genügend hohes Vermögen (20’000?), dann ohne Crossboarder-Gebühr)
Neuenburger KB (BCN)
Gebührentarif
2016-02-00 / 2016-10-02 420 (UK/A/USA)
120 (Rest der Welt)
Nidwaldner KB
Gebührentarif
2016-01-00 / 2016-10-02 (keine publiziert)
Obwaldner KB
Gebührentarif
2016-08-01 / 2016-10-02 360 Gesamtvermögen > 250’000
Postfinance
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-11-12 300 (180 bis ende 2016; Auskunft eines Kunden im Dez.2015: Neue Auslandkunden nur mit Schweizer Nationalität) (keine publiziert)
Raiffeisenbank Gruppe (individuell je nach Genossenschaft – siehe separate Seite) (individuell je nach Genossenschaft – siehe separate Seite)
Schaffhauser KB
Gebührentarif
2016-03-00 / 2016-08-24 50 (D/USA; Auskunft eines Kunden im Dez.2015: Neue USA-Kunden nicht erwünscht)
180 (Rest der Welt; Auskunft eines Kunden im Juli 2016: Neukunden nur wenn europäischer Wohnsitz)
· Gesamtvermögen > 10’000 (nur D/USA)
· Gesamtvermögen > 100’000 (Rest der Welt)
Schwyzer KB
Gebührentarif
2015-07-01 / 2016-10-02 (keine publiziert; Auskunft eines Kunden: 400) (keine publiziert; Auskunft eines Kunden: Gesamtvermögen ≥ 250’000)
Sparkasse Engelberg
Gebührentarif
2016-01-01 / 2016-10-02 120 (keine publiziert)
St.Galler KB
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-10-02 360 · Gesamtvermögen > 50’000
· Hypothek/Baufinanz.
· Zahlungseingang ≥ 500/Monat
· Jugendliche < 20 Jahre / Studenten < 30 Jahre
Tessiner KB (Banca stato)
Gebührentarif
2015-10-00 / 2016-10-01 (keine publiziert)
Thurgauer KB
Gebührentarif
(nicht erwähnt) / 2016-10-02 360 (Auskunft eines Betroffenen Sept.2016: Bezug zum Kt. TG notwendig) · Grenzgänger/-innen
· Gesamtvermögen > 50’000
UBS
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-10-01 360 (Auskunft eines Betroffenen Sept.2016: Für Neukunden aus Asien gilt Gebührenbefreiung ab Ersteinlage >= 500’000) · Gesamtvermögen > 250’000 (ab 1.März 2016)
· D/F/I/A und Eingang ≥ 500/Monat
· UBS Hypothek/Baufinanzierung
· Kunden unter 20 Jahren
Urner KB
Gebührentarif
nicht erwähnt / 2016-10-01 (keine publiziert) (keine publiziert; Auskunft eines Kunden: nur aus der Region stammende Kunden)
Valiant
Gebührentarif
2016-05-01 / 2016-10-01 480 (keine publiziert)
Waadtländer KB (BCV)
Gebührentarif
2016-06-01 / 2016-10-01 240 · CH-Bürger/-innen mit Gesamtvermögen > 50’000
· Gesamtvermögen ≥ 250’000
· BCV Hypothek
· Grenzgänger/-innen
· Minderjährige Kunden/-innen
Walliser KB
Gebührentarif
2016-07-00 / 2016-10-01 (keine publiziert)
Zuger KB
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-10-01 420 (exkl. MwSt) (keine publiziert)
Zürcher KB
Gebührentarif
2016-07-01 / 2016-10-01 360 (Auskunft eines Kunden im Jan.2016: Nur Neukunden mit >100’000) (nicht publiziert; Auskunft eines Kunden: Gesamtvermögen > 500’000)

Sämtliche Angaben sind privat recherchiert und daher ohne Gewähr.

Fehlt eine Bank? Ist eine Information nicht mehr aktuell? Schreiben sie einen Kommentar oder schicken sie mir die Infos per Email und helfen sie mir und allen zukünftigen Besuchern, obige Tabelle aktuell zu halten!

144 thoughts on “Gebührenübersicht

  1. Ich bin gebürtiger Schweizer und muss beruflich für 2 Jahre nach Deutschland. Leider macht das meine bisherige Bank nicht mit. Zuerst hab ich bei der Basler Gemeinschaftsbank angefragt, diese hat aber abgelehnt, mit der Angabe das ich einen Wohnsitz in der Schweiz benötige. Bei der Postfinance wurde mein Antrag aber ohne Probleme angenommen.

    • Habe gerade mit der Schaffhauser KB gesprochen und sie hat mir gesagt das Sie darf auslandschweizer Kontos offerieren wann das Domizil in Europa ist.

      • Hallo Roderick, Kurz ne frage wurden dir die oder das Konto gekündigt? Musstest du das Geld auch zuerst aus dem Land überweisen und dann wieder zurück oder haben die das gleich von CH Bank zu CH Bank gemacht?

        LG

        Lylo

  2. Vielen Dank für die tolle Liste. Auch ich bin gerade auf der Suche nach einer geeigneten und nicht so überteuerten Bank für mich als Grenzgängerin. Habe heute bei der Postfinance kurz nachgefragt, daa diese Bank nach wie vor von meinem Arbeitgeber empfohlen wird – die freundliche Mitarbeiterin meinte ich solle lieber zur Migrosbank gehen… die zocken die Grenzgänger nicht so ab (fand ich sehr ehrlich und freundlich)
    War dann bei der UBS. Die haben folgendes Kombiangebot für Kunden mit Auslandsdomizil:
    das erste Jahr Beitragsfrei, dann ab dem 2. Jahr 10 Franken pro Monat (120 pro Jahr) wenn ein Einkommen von monatlich mehr als 500 Franken auf dieses Konto nachgewiesen werden kann.
    Die Kombi beinhaltet Privatkonto + Sparkonto + Kreditkarte + Onlinebanking für 120 CHF im Jahr.

    Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Bisher hab ich nicht viel gehört über die UBS… Nachteile?
    Über ein paar rasche Antworten wäre ich dankbar – da ich dringend eine Bank benötige!

    • Als Auslandschweizer (nicht EU) bin ich gerade daran nach 28 Jahren sämtliche Konten bei der UBS aufzulösen. Seit 1. März 2016 wird eine Mindestanlage von CHF 250000 verlangt. Früher waren es CHF 50000. Mit einem nicht Schweizer Wohnsitz wäre ich bei der UBS sehr vorsichtig. Es scheint als ob die Konditionen inzwischen Tagesformabhängig angepasst werden.

      • Ich bin aktuell bei der Postfinance und soweit ganz zufrieden. Obwohl ich aus der CH Einkommen beziehe, verweigert mir aber die Postfinance eine Kreditkarte, nur weil ich im Ausland wohne. Das finde ich etwas Schwach.

  3. Stand 04/2016: Die Migrosbank nimmt keine Grenzgänger mehr an. Diese Auskunft bekommt man aber nicht bei telefonischer Voranfrage, sondern erst vor Ort in der Filiale.

  4. Die BLKB (Basellandschaftliche Kantonalbank) wird anscheinend zum 1.7.2016 die Gebühren für Grenzgänger verdoppeln, sprich auf CHF 240 pro Jahr anheben – diese Auskunft bekam ich schriftlich.

    • Die BLKB (Basellandschaftliche Kantonalbank) wird die Gebühren per 01.01.2017 für im Ausland wohnenden Schweizerbürger auf CHF 480.– erhöhen.

      • Hallo Peter,
        Danke fuer die Info, nehme diese Info sehr gerne in die obige Tabelle auf! Gilt das für Grenzgänger und/oder für das restliche Ausland?

  5. Aargauische Kantonalbank: Mit Briefen vom 8. Juli 2016 stellt die Bank ihre Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden im Ausland ein. Es trifft also alle im Ausland Domizilierten.

  6. BCGE Genfer Kantonalbank:
    Muss vom Vorstand genehmigt werden und ein minimum von CHF 100’000 deposit
    auf Telefonischer Anfrage 09. August 2016

  7. Achtung Postfinanz: die 180 CHF für ein Privatkonto für im Ausland wohnende sind zwar richtig (12*15,-), aber dazu komme nochmal 5,- dazu, sobald das auf der Bank eingelagerte Vermögen unter 7’500,- Franken fällt. (Bin Grenzgänger Frankreich/Genf)

    • Diese „normalen“ Kontogebuehren werden von mehreren Banken erhoben und sind unabhängig vom Domizil, betreffen also auch Schweizer Kunden mit Schweizer Wohnsitz. Deshalb sind diese in obiger Tabelle nicht beruecksichtigt. Steht auch im Text ganz zuoberst🙂

    • achimsiegele
      Achtung ab 2017 werden 25 CHF Kontoführungsgebühren/Monat verlangt, natürlich immer noch die 5 CHF/ Monat mit Vermögen unter 7’500 CHF.

  8. Ich finde es echt super, dass sich jemand hier die Mühe macht und alle Infos zusammenträgt.

    Ich selbst habe mich 1-2 Wochen mit dem Thema beschäftigt, da ich als in Deutschland lebender deutscher Bürger gerne ein Schweizer Konto haben möchte, weil der EU nicht wirklich zu trauen ist.

    13 Banken per Kontaktformular angeschrieben, dazu gehörten: SGKB, BEKB, AKB, APPKB, WIR, Migros, NAB, GKB, UBS, BLKB, ZKB, Credit suisse, ca-financements

    Meine Voraussetzungen: EUR Konto, maximal 20000€ Mindesteinlage, Auslanddomizil möglich (Deutschland)

    Schonmal vorweg: Keine Bank ermöglicht eine Kontoeröffnung über den Korrespondenzweg. Nur über einen Besuch möglich! Nur die NAB ermöglicht eine Aufnahme der Daten über Telefon und ihr könnt dann ziemlich schnell in der Filiale das Konto eröffnen.

    13 Banken angeschrieben, ungefähr 7 schrieben zurück. Dazu habe ich mir um weitere Infos zu erhalten einige von diesen Banken und noch ein paar zusätzliche Banken angerufen, die mich besonders interessierten.

    ZKB: Geht nicht, nur Schweizer Kunden (wie bereits hier im Blog berichtet)
    APPKB: Fällt für mich weg, geht nicht, zu Hohe Einlagen (100000 CHF o.Ä.)
    BEKB: Bezug zur Schweiz nötig, Email war nicht vielversprechend/wurde nicht viel auf mein Anliegen eingegangen. So eine Bank braucht man nicht.
    GKB: Ebenfalls, Email war nicht vielversprechend/wurde nicht viel auf mein Anliegen eingegangen. Nicht sicher ob Auslanddomizil möglich

    WIR Bank: kein EUR Konto

    ca-financements: Laut Email wäre es wohl möglich, hat mich aber dennoch nicht so angesprochen. EUR Konto möglich

    SGKB: Telefonsupport nicht kompetent, versuchen Ausländer abzuwimmeln. Scheint aber möglich zu sein und wäre in meine engere Auswahl gekommen. Züricher Filiale eröffnet laut Support keine Konten. Kurzerhand die Filiale selbst angerufen und mir wurde mitgeteilt, dass sie es doch tun. Scheinen aber irgendwie auch nicht viel darüber zu wissen und leiteten mich zum inkompetenten Service Center zurück. Termin nötig. EUR Konto möglich. Auslanddomizil 30 CHF mtl Gebühr, fällt weg bei 50k CHF Guthaben oder 500 CHF mtl. Einkommen.

    BLKB: Möglich für Leute die in der Schweiz arbeiten mit schweizerischem Arbeitgeber und Einkommen von diesem. Ich denke aber, dass es je nach Filiale kein Problem ist dort ein Konto zu eröffnen, ohne einen Bezug zur Schweiz zu haben. EUR Konto möglich. Kontoführung 3 CHF mtl, fällt weg ab 10k Guthaben. Auslanddomizil 120 CHF jhr Gebühr, ab 2017 240 CHF.

    Postfinance: EUR Konto möglich, Kontoführungsgebühr 5 CHF mtl, entfällt ab 7.5k Guthaben. Auslanddomizilgebühr 15 CHF mtl, kein Termin nötig

    Migros: EUR Konto möglich, Auslanddomizilgebühr 20 CHF mtl. Ab 7.5k Guthaben beträgt diese Gebühr nur noch 5 CHF mtl und die Kontoführungsgebühr in Höhe von 3 CHF mtl. enfällt, kein Termin nötig

    Neue Aargauer Bank / NAB:
    Keine Auslanddomizilgebühr! EUR Konto möglich (Kontokorrent) inkl. Onlinebanking, keine Kreditkarte möglich, aber Maestro für 40 CHF jhr, Kontoführungsgebühr 48 CHF jhr.

    Die NAB ist mein absoluter Favorit! Per Kontaktformular kontaktiert, haben die mich am nächsten Tag angerufen und mir alles erklärt. Der Mitarbeiter wollte direkt meine Daten aufnehmen. Zuerst war ich skeptisch, da sich diese niedrigen Gebühren und die Offenheit der Bank wie ein Traum anfühlte, zumal auf der Seite hier nichts vielversprechendes über die NAB zu lesen war. Ich habe mich bedankt und gesagt, dass ich mich melden werde. Ich habe mich informiert und die Informationen des Beraters haben mit dem Preis Leistungsverhältnis der Bank übereingestimmt. Ein paar Tage später habe ich den vorherigen Mitarbeiter per Direktwahl angerufen, er hat meine Daten aufgenommen (Name, Adresse, Beruf, Einkommen, woher die Gelder kommen, ob ich etwas mit den USA zu tun habe) und mir gesagt, dass ich einen Brief erhalten werde, den ich dann mit zur Filiale nehmen kann und das Konto wird in 5-10 Minuten eröffnet. Ich habe gefragt, ob ich auch schon direkt vorbeikommen könnte und nicht erst auf den Brief warten muss. Er meinte das würde gehen und er würde mich in 45 Minuten zurückrufen und mir eine Kontonummer nennen. Kurze Zeit später tat er dies auch und hat mir die Kontonummer mitgeteilt, die ich der Filiale dann einfach nur mitteilen müsse. Kein Termin nötig.

    Das ist jetzt keine Werbung oder Ähnliches für die NAB, ich bin einfach nur total begeistert! Dienstag fliege ich nach Basel (mit Eurowings, 2 Personen, morgens hin und abends zurück, 1000€ Flugkosten, geht aber auch um einiges billiger, je nach Flugzeitpunkt/Stopps). Dort werde ich versuchen 3-4 Konten zu eröffnen (NAB, Migros, PostFinance und ggf. UBS, falls ich diese noch erreiche und das geht), und ich werde dann sehen, welche Bank ihren Auslandskunden auch noch in ein paar Monaten treu bleibt und welche Bank das beste Onlinebanking sowie die besten Gebühren für mich bietet. Wenn ichs nicht vergesse, werde ich mich zurückmelden!

    Meine Tipps: Meistens könnt ihr auf der Bankseite die Preise/Konditionen als PDF herunterladen und nach „Domizil“ oder „Ausland“ suchen, dort werden euch die Gebühren für ein Auslanddomizil erläutert und ihr wisst, ob es überhaupt möglich ist. Ich empfehle euch eure Favoriten selbst per Kontaktformular anzuschreiben. Viele schreiben gar nicht zurück, und den Rest könnt ihr dann noch telefonisch kontaktieren um euch euer Vorhaben bestätigen zu lassen. Falls möglich, ruft eure Filiale zu der Ihr hingehen wollt direkt an. Auch wenn Sie euch per Email sagen, dass ein Bezug zur Schweiz nötig ist, ist das meist einfach nur Gebrabbel. Je nach Alter solltet ihr natürlich eine schöne Geschichte auf Lager haben. Ich habe einfach gesagt, dass ich in einem Jahr vermutlich in der Schweiz studieren werde und jetzt schon ein Konto möchte. Dokumente werden nur Reisepass benötigt soweit ich weiß, es kann aber nicht schaden, den Personalausweis mitzunehmen. Steueridentifikationsnummer werde ich zur Sicherheit auch noch mitnehmen. Vergesst nicht einen Auslandsdatentarif für einen Mobilfunkvertrag zu buchen, damit ihr unterwegs auch ein wenig im Internet surfen könnt ;P

    Ich hoffe, ich konnte jemandem damit helfen🙂

    Grüße,
    Martin

    • Danke Martin fuer deine ausfuehrliche Information! Habe die Tabelle oben entsprechend ergänzt (und auch gleich noch ein paar weitere Links ueberprueft). Wär super wenn du weiter von deinen Erfahrungen berichten wuerdest! Was insbesondere interessant ist in Bezug auf die NAB wär ob auch fuer kleinere Guthaben (< CHF 5'000) keine separate Auslandkundengebuehr anfällt.

      • Kein Problem,

        Ich habe denen meine Einlage nicht genannt. Es fällt für jegliches Guthaben keine Auslandkundengebühr an🙂 So viel werde ich dort auch nicht drauf tun.

      • Nur um das nochmal zu präzisieren, ich habe allen Banken die ich kontaktiert habe nicht gesagt, wie viel ich ich auf das Konto überweisen werde (oder überhaupt), und ein Student verdient ja meistens nicht so viel😛. NAB scheint echt einer der wenigen Banken (oder die einzige?) zu sein, die solch eine Gebühr nicht verlangt und man prinzipiell so ein Konto für 48 CHF im Jahr Gesamtkosten inklusive eBanking bekommt. Die Gebühren für Überweisungen und so weiter sind auch im guten oder normalen Bereich.

      • Hier sind zusätzlich die Antworten auf meine Anfrager über das Kontaktformular. Für mehr Informationen (z.B. über Telefon erhaltene Informationen) guckt oben in meinen Kommentar.

        Meine Anfrage (etwas gekürzt, inhaltlich gleich):

        Ich interessiere mich für ein Schweizer Bankkonto, da ich in absehbarer Zeit in die Schweiz ziehen werde um dort zu studieren. Ich möchte das Konto jetzt schon eröffnen, und möchte bei Ihnen anfragen, ob dies möglich ist. Zurzeit studiere ich auch noch in Deutschland und bin 23 Jahre alt. Ist die Eröffnung eines EUR Privatkontos für mich als in Deutschland lebenden deutschen Bürger bei Ihnen überhaupt möglich? Ist es möglich, das Konto per Post zu eröffnen, oder ist ein Besuch in der Filiale vonnöten?

        Graubündner Kantonalbank:

        Besten Dank für Ihr Interesse an der Graubündner Kantonalbank.
        Eine Kontoeröffnung ist nur durch Ihre persönliche Vorsprache bei einer Geschäftsstelle der Graubündner Kantonalbank möglich. Zwecks Prüfung der Identifikation bitten wir Sie, Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass mitzunehmen.

        Basellandschaftliche Kantonalbank:

        Die Basellandschaftliche Kantonalban bietet für Privatkunden als Zahlungskonto ein Privatkonto an. Dieses kann sowohl in CHF als auch EUR oder andere Währungen geführt werden.
        Das Privatkonto kostet im Monat eine Kontoführungsgebühr von CHF 3.00, diese Gebühr entfällt sofern eine Hypothek oder ein Mindestguthaben von CHF 10‘000.00 bei uns geführt wird.
        Konten eröffnen wir prinzipiell für alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Für Grenzgänger mit Wohnsitz Frankreich oder Deutschland wird ein Konto eingerichtet, sofern ein unbefristetes Arbeitsverhältnis besteht. Kunden mit Wohnsitz im Ausland fällt eine Auslandsgebühr von CHF 120.00 pro Jahr (ab 2017 CHF 240.00) und mit Wertschriften CHF 360.00 zusätzlich an. Diese Gebühr ist unabhängig von Kontenanzahl und Kontoart. Vorsorgegelder (Freizügigkeitskonten und Sparen 3 Konten) werden ohne Auslandsgebühr geführt.
        Zur Eröffnung einer neuen Bankverbindung bedarf es einem Persönlichen Gespräch vor Ort. Gerne können Sie hierfür telefonisch einen Beratungstermin vereinbaren.

        St.Galler Kantonalbank:

        Damit Ihre gewünschte Kontoeröffnung durchgeführt werden kann,
        erwarten wir Sie persönlich in einer unserer Niederlassungen der St.Galler Kantonalbank. (siehe https://www.sgkb.ch/de/ueber-uns/niederlassungen )
        Wir bitten Sie einen Termin in der Niederlassung Ihre Wahl abzumachen und Ihren Pass mitzunehmen.
        Wichtig zu wissen: Die St.Galler Kantonalbank erhebt für Kunden mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz eine monatliche Gebühr von CHF 30.-.
        Sollte das Vermögen bei der St.Galler Kantonalbank grösser als CHF 50‘000.- sein oder erfolgt eine monatliche Gutschrift von mehr als CHF 500.-, dann entfällt für diesen Monat diese spezielle Gebühr.

        Appenzeller Kantonalbank:
        Sobald Sie definitiv in der Schweiz ansässig werden, können Sie überall ohne besondere Auflagen eine Kundenbeziehung zu einer Bank eröffnen. Davor aber gelten Sie als ausländischer Kunde und da gelten eigene Reglen. Diese möchte ich Ihnen gerne aufzählen:
        Die Appenzeller Kantonalbank ist weiterhin interessiert, unter bestimmten Umständen mit deutschen Kunden in eine Geschäftsbeziehung zu treten. Allerdings müssen im grenzüberschreitenden Geschäft diverse Regulatoren und ausländische Finanzmarktgesetzte eingehalten werden. So z.B. auch das Lugano-Abkommen, welches am 1. Januar 2011 in Kraft getreten ist. Mit diesem internationalen Übereinkommen wird die staatenübergreifende, gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen geregelt.
        Im weiteren sind für die Eröffnung einer Kundenbeziehung mit Deutschlandbezug folgende Punkte zu beachten:
        -Die Eröffnung der Kundenbeziehung muss persönlich und in den Räumen der Appenzeller Kantonalbank erfolgen.
        -In der grenzüberschreitenden Kommunikation wird keine Beratungsdienstleistung angeboten
        -Die Mindesteinlage beträgt CHF 100’000.- (keine Bareinzahlung). Davon sollen ca. 20% in Wertschriften angelegt werden (Anleihen, Aktien, etc.)
        -Für ausländische Kunden wird eine Ausland-Kunden-Gebühr über CHF 240.- pro Jahr erhoben.
        -Aufgrund der deutschen Finanzmarktgesetze kann der Kunde bei Wertschriftengeschäften von der Appenzeller Kantonalbank keine Beratung erwarten. Er kann jedoch seine Anlageentscheide selbständig treffen (Execution only) oder der Appenzeller Kantonalbank ein Vermögensverwaltungsmandat erteilen.
        -Im Jahr 2017, resp. 2018 (Schweiz) tritt innerhalb der OECD-Länder der automatischer Informationsaustausch in Kraft.

        ca-financements / Crédit Agricole Financements (Suisse):
        In welchem Schweizer Kanton werden Sie studieren ? Die Eröffnung eines Bankkontos bei uns ist gut möglich. Es wäre aber einfacher und schneller direkt einen Termin vor Ort festzulegen. Wir haben eine Filiale in Basel und ein bureau in Zürich.

        Migros:

        Grundsätzlich ist eine Kontoeröffnung möglich. Die Entscheidung für die Neueröffnung oder die Absage einer neuen Geschäftsbeziehung liegt im Ermessen des Regionalleiters. Generell wird nach dem Zweck für die Eröffnung gefragt. Ein nachvollziehbarer Bezug zu der Schweiz muss jedoch bestehen
        Kontoeröffnungen für Personen, die im Ausland wohnhaft sind, können nur direkt vor Ort auf einer unserer Filialen durchgeführt werden. Dazu braucht es eine persönliche Vorsprache – telefonisch oder auf dem Korrespondenzweg ist das nicht möglich.
        Die Domizilgebühr für Personen wohnhaft in einem unserer Nachbarländer beträgt aktuell CHF 20.00/Monat. Beträgt das Gesamtvermögen zum Zeitpunkt der Berechnung (jeweils Ende Monat) CHF 7’500.00, wird lediglich CHF 5.00/Monat verrechnet. Die zusätzliche Kontoführungsgebühr von CHF 3.00/ Monat für das Privatkonto in CHF oder EUR entfällt ab diesem Vermögen.

        WIR Bank:

        Besten Dank für Ihr Interesse an der WIR Bank. Die WIR Bank bietet Produkte und Dienstleistungen, die auf den schweizerischen Markt zugeschnitten sind. Aufgrund der aktuellen rechtlichen Situation können wir Kunden mit Domizil im Ausland weder über Konditionen, Leistungen noch Produkte informieren.

        Berner Kantonalbank AG:

        Als regionale Bank bieten wir unsere Dienstleistungen ausschliesslich für Personen mit Bezug zum Wirtschaftsraum Bern und regelmässigem Aufenthalt in der Region an.
        Zudem muss die jeweilige Steuerkonformität gewährleistet werden können. Dazu benötigen wir bei der Eröffnung einen amtlichen Ausweis sowie Ihre Steuernummer.
        Eine Eröffnung kann ausserdem ausschliesslich vor Ort in unserer Niederlassung in Bern am Bundesplatz vorgenommen werden. Eröffnungen auf dem Korrespondenzweg sind ausdrücklich nicht möglich!

        Ein paar Banken haben sich wie gesagt auch per Telefon gemeldet. Unter anderem:

        Zürcher Kantonalbank: Kontoeröffnung nur möglich wenn man in der Schweiz wohnt (oder vielleicht auch Grenzgänger)
        NAB / Neue Aargauer Bank: Siehe meinen ersten Kommentar
        Noch etwa 1-2 andere Banken, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Die Info habe ich aber mit in den ersten Kommentar geschrieben. Die PostFinance hatte ich als erstes angerufen, da ist es sowieso kein Problem.

  9. Tolle, sehr hilfreiche Seite! Danke dafür!
    Habe soeben bei der Neuen Aargauer Bank (basierend auf dem Bericht von Martin von 2016-10-02) angerufen bzgl. einer Kontoeröffnung und mir wurde mitgeteilt, dass sie keine Konten eröffnen mit Wohndomizil im Ausland. Gibt es hier vielleicht seitens Martin eine neuere Entwicklung?

    • Hallo Leopold. Ja, ich war letztens da und das war überhaupt kein Problem. Konto wurde einfach am Schalter eröffnet. Kommst du aus Deutschland oder Österreich? Mit Deutschland ist es überhaupt kein Problem und Österreich sollte auch gehen. Bei beiden Anrufen an die Serviceline der NAB wollten sie direkt am Telefon alle Daten aufnehmen, siehe mein Bericht oben. Der erste Kollege hat mir eine Direktwahl gegeben, falls ich mich nicht vertippt habe: 0564627195 (0 mit +41 ersetzen). Versuch es dort einmal und halte uns auf den Laufenden, ich finde das Thema sehr spannend🙂

      Ich konnte übrigens bei allen 4 Banken die ich eingeplant hatte das Konto eröffnen, NAB, UBS, PostFinance und Migros.

      Ich bin von UBS sehr begeistert, der Service ist phänomenal, was ich bisher noch nie in meinem Leben erlebt habe. Bei Migros/PostFinance und NAB eröffnet man das Konto entweder direkt am Schalter oder man wird kurz nach Hinten gebeten. Generell kann man sagen, dass man fast überall ein Konto eröffnen kann. Fliegt einfach in die Schweiz und geht in die Banken. Ich flog nach Basel ohne Termin bei den Banken (Termine sind nicht nötig) und hatte innerhalb kurzer Zeit die 4 Konten. Hab einfach gesagt dass ich plane vermutlich nächstes Jahr in Basel zu studieren.

      Folgend meine bisherigen Erfahrungen mit den Banken bzgl. des Onlinebankings und der Möglichkeiten. Die Konditionen/Gebühren habe ich in meinen anderen Kommentaren beschrieben.

      Migros:

      Onlinebanking suckt (kein Webbanking, nur über Programm auf dem PC und App). Kreditkarte für Ausländer war glaub ich möglich, Kosten etwa 100 CHF jährlich (aber nicht vollkommen sicher, lieber anrufen).

      PostFinance:

      Mir wurde aufgrund meines Studiums in Deutschland ein Ausbildungskonto EUR angeboten, welches umsonst ist und welches ich auch genommen habe. Die Domizilgebühr i.H.v. 15 CHF mtl fällt aber bei jedem Konto an.

      Onlinebanking gut. Kreditkarte laut Telefonsupport und lokalen Mitarbeiter bei Eröffnung des Kontos nicht möglich. Im Onlinebanking habe ich aber z.B. die Travel Cash Card entdeckt, die es in CHF/EUR/USD gibt, kostenlos ist und imo gute Gebühren hat. Es ist eine Prepaidkarte, am Anfang ist eine Mindestaufladung von 100 Währungseinheiten nötig. Die Karte lässt sich auf jeden beliebigen Namen und Adresse ausstellen (ohne Nachweise) und dann nach euch zuhause senden. Momentan ist sie bestellt und sollte in den nächsten Tagen bei mir ankommen.

      NAB:

      Habe dort noch keine Onlinebanking Zugangsdaten erhalten.

      UBS:

      Noch keine Onlinebanking Zugangsdaten.

      Ich wurde sehr gut beraten und ich konnte mich entscheiden zwischen:

      UBS Individual EUR: EUR Privatkonto, CHF Privatkonto, EUR Sparkonto, EUR Debitcard (Maestro oder V PAY), EUR Visa Card. Das Paket ist im ersten Jahr kostenlos, dann 10 CHF mtl + Domizilgebühr i.H.v. 30 CHF mtl (in den ersten 3 Monaten kostenlos), oder man hat ein Einkommen von 500 CHF mtl bzw. 250000 CHF Guthaben. Laut der Dame zählt jegliches Einkommen, auch aus Deutschland. Vermutlich kann man sich selbst einfach monatlich 500 CHF überweisen. Auch EUR Eingang ist möglich und zählt zu den 500 CHF mtl. hinzu.

      UBS Campus: CHF Privatkonto, CHF Jugendsparkonto, CHF Debitcard (Maestro oder V PAY), CHF Visa, EUR MasterCard und CHF Prepaid MasterCard. Das Paket ist kostenlos (inklusive aller 3 Kreditkarten). Domizilgebühren entfallen.

      Ich habe mich für das UBS Campus Paket entschieden und ein EUR Privatkonto dazubuchen lassen für 3 CHF mtl., man sollte aber bedenken, dass die Kreditkarten und die Debitcard von dem CHF Konto abbuchen, man dann die Kreditkartenabrechnung aber auf postalisch umstellen lassen und die Rechnung mit dem EUR Konto manuell begleichen. Daran hatte ich in dem Moment nicht gedacht und hätte wohl eher das Individual EUR Konto für das erste Jahr genommen, und danach wäre ich umgestiegen. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Das Campus Paket wurde mir als Ausnahme angeboten, weil ich momentan in Deutschland lebe und ich ihr sagte, dass ich nächstes Jahr vermutlich in Basel studieren werde. Den aktuellen Studentenausweis hat sie kopiert. Ein neuer Studiumnachweis ist alle 2 Jahre nötig.

      Grüße,
      Martin

      • Hallo Martin,

        danke für die großartige und umfangreiche Recherche.

        Wie sieht es mit dem Bargeldbezug bei den Favoriten aus?
        Nach meinen Informationen (Stand 2012) hatte die UBS für Barabhebungen 1% Agio erhoben, PostFinance hatte darauf verzichtet.

        Grüße
        Max

      • Hallo Martin,
        auch von mir ein goßes Danke für den Eintrag, hat mir sehr geholfen. Ich bin auch in der Position dass ich, wohnhaft in D, ein Konto in der Schweiz bräuchte. Online abschließen kann man dieses also nicht?:/

        Wie sieht es denn mit Bargeldabheben an einem Automat in Deutschland mit den vier von dir getesteten Banken aus? Hast du dafür eine Maestro-Card mit der das günstig bis kostenlos möglich ist?

        Grüße Susi

      • Hallo Max und Susu,

        mit dem Bargeldbezug habe ich mich nicht beschäftigt, ihr könnt euch einfach überall die Preis Leistungs .pdf runterladen. Bargeldbezug wird bei mir nie vorkommen, außer im Notfall wenn ich das ganze Konto plündern möchte, da sind mir die paar Moneten dann aber egal.

        Ich rede hier aussschließlich von dem Bargeldbezug außerhalb der Schweiz, da für Grenzgänger die innerhalb der Schweiz Geld abholen teilweise andere Gebühren gelten (die je nach Betrag und Währung sogar schlechter sein können).

        Es wird jeweils in der jeweiligen Landeswährung des Landes abgehoben, daher können je nach Währung eures Kontos noch Wechselgebühren auftreten. (Wechselgebühren treten daher nicht auf, wenn ihr vom EUR Konto in EUR abhebt).

        Laut den Infoblättern der Banken:

        UBS Debitcard: 5 CHF
        UBS Kreditkarte: 4% (mind. CHF 10 / EUR 8 / USD 10) + 1.75% Bearbeitungszuschlag bei Fremdwährungen

        NAB Debitcard: 4.75 CHF + 0.25%

        PostFinance Debitcard: 5 CHF
        PostFinance TravelCash MasterCard: 5 ¤ (Währungseinheiten, je nach Währung der Karte)

        Migros Debitcard: 5 CHF

        Ein Onlineabschluss ist nicht möglich. Dies wird durch Regulierungen vehement verhindert. Einzig bei einigen Brokern kann man eine Art Sparkonto eröffnen. Mir ist momentan nur einer bekannt, Swissquote: https://www.deutscheskonto.org/de/kontoeroeffnung-schweiz-online/

        Eine beglaubigte Passkopie wird benötigt, lässt sich beim Bürgerbüro günstig machen. Die Kontoeröffnung ging bei mir ziemlich schnell. Das Konto kann nur Geld an andere Konten senden, wenn der Inhaber du selbst bist. Kein fixes Referenzkonto ist nötig, daher du kannst das Geld an mehrere Konten senden, auch ins Ausland. Ob du auch der Inhaber des Kontos sein musst, von dem du das Geld auf das Sparkonto sendest, kann ich dir nicht sagen. Kann man aber nachlesen.

  10. Hat jemand die Kontokombination der deutschen Sparkasse Lörrach-Rheinfelden ausprobiert. Sie bieten ein CHF / EUR Konto mit zwei IBANs an, eine DE und eine CH IBAN. Die Sparkasse hat eine deutsche BLZ und eine schweizer BC Nummer und nimmt damit am innerschweizerischen Zahlungsverkehr teil. Das hört sich interessant an und kostet laut Homepage keine Zusatzgebühr. Ich bin gespant auf Erfahrungen damit.

  11. Was ist die beste / günstigste Lösung für USA? Bisher waren wir bei Post für 180.-, aber nun Aufschlag auf 300.- (na ja, die Manager brauchen wieder mal trotz Erfolglosigkeit einen dicken Bonus …). Danke für jeden Hinweis.

      • Irgendwie doch schon … Das Asylwesen kann nicht genug kosten, aber für die eigene Bevölkerung (im Ausland) hat man kein Geld. Traurig.

  12. Update: Die WIR-Bank kündigt zum 31.12.2016 allen Kunden mit „Wohnsitz im Ausland“ die Geschäftsverbindung, also Konten und Depots. Wenn man nicht EU-Mitglied ist, kann man sich diese Form der Diskriminierung wahrscheinlich erlauben…

  13. Ich habe heute ebenfalls die „frohe Botschaft“ der Postfinance erhalten. Erhoehung der Zusatzgebuehr bei Wohnsitz im Ausland auf CHF25 pro Monat.
    Das ueberschreitet die Schmerzgrenze in meinen Augen. Irgendwie bekommt man das Gefuehl, das eigentliche Ziel dieser Gebuehrenpolitik sei es, die unliebsamen Kunden mit Wohnsitz im Ausland elegant loszuwerden.
    Die Begruendung “verursachergerechte Gebuehrenpolitik” ist natuerlich eine Vorgeschobene. Erstens sind die Verursacher ja nicht wir Schweizer mit Auslanddomizil. Wenn schon, dann muesste man die Politik, welche gewisse Vertraege mit dem Ausland gutgeheissen hat, als Verursacher bezeichnen. Zweitens gilt ja sonst das Verursacherprinzip bei der Post auch nicht. Jemand, der jeden Tag am Postschalter Geld einzahlt oder abhebt (und damit erheblichen Aufwand fuer teures Schalterpersonal verursacht), bezahlt nicht mehr Kontogebuehren als jemand, der einmal im Jahr den Postomat benutzt.
    Im Brief der Postfinance heisst es, Sparkonten seien weiterhin gebuehrenfrei. Frage mich, ob es moeglich waere, mein Privatkonto in ein solches Sparkonto umzuwandeln?

    • Hallo zusammen,

      auch ich bin/war bisher Kunde von Postfinance. 25 CHF pro Monat sehe ich als eine absolute Frechheit an. Um 300 CHF pro Jahr zu rechtfertigen, müsste der Bankberater ja schon jede Woche persönlich bei mir in Frankreich vorbeischauen…

      Ich habe heute Morgen ein Konto bei der Migros Bank in Liestal eröffnet. Sehr freundlich, Kontoeröffnung kein Problem.

    • Ganz eurer Meinung, 25 CHF pro Monat sind jenseits der Schmerzgrenze!
      Wir haben uns nach dieser PostFinance-Nachricht nun bei der Schaffhauser Kantonalbank in einer Filiale schlau gemacht und haben folgende Infos eingeholt:

      KBplus – Paketpreis monatlich 7 CHF, also 84 CHF pro Jahr
      – 1 Privatkonto
      – 1 Maestro-Karte mit Zusatzkarte (bei Bedarf)
      – E-Banking
      – E-Dokumente
      – Sparkonto
      – Geld kann an jedem beliebigen Automaten abgehoben werden
      Das Vermögen muss dabei über 10’000 liegen, ansonsten zahlt man zusätzlich 50 CHF pro Jahr.

      Man kann auch kein Paket buchen, das sähe dann folgendermaßen aus:
      – Privatkonto für 3 CHF pro Monat, also 36 CHF im Jahr
      – Maestro-Karte für 40 CHF im Jahr (Zusatzkarte noch einmal 40 CHF)
      – Bargeldbezug an Fremdautomaten 2 CHF pro Bezug

      Das waren jetzt nur die wichtigsten Punkte. Man muss für sich entscheiden, welche Variante passender ist. Was wir noch nicht geklärt haben, sind die Kosten bei Transaktionen ins Ausland (steht jedenfalls unter „kostenpflichtig“).

      Ich hoffe, euch damit etwas geholfen zu haben bzw. die Liste weiter aktuell zu halten.

  14. Hallo zusammen,

    ich bin gerade auf diese Seite gestoßen, weil ich als momentaner PostFinance Kunde die Gebührenerhöhung 2017 nicht hinnehmen möchte und nach etwas neuem suche.
    Wenn ich bei einer neuen Bank bspw. ein EUR Konto dazubuche, ist dann der Transfer von CHF auf dieses EUR Konto vom Kurs und Überweisungsgebühren günstiger als wenn ich von meinem jetzigen Postfinance Konto auf mein deutsches Sparkassen Konto überweise? Und ich kann dieses schweizer EUR Konto nutzen um z.B. Internetgeschäfte in Deutschland zu tätigen (Amazon, Ebay etc.) richtig?

    Vielen Dank für die Hilfe.

  15. Gestern hatte ich mein PostFinance Privatkonto EUR gekündigt und ein Migrosbank Euro-Privatkonto eröffnet.
    Wie bereits mehrfach berichtet wird die PF ab 01.01.2017 die Ausländergebühr um 10 CHF erhöhen (von 15 auf 25). Mit ziemlicher Sicherheit geht es nicht um höhere Einnahmen sondern um die Vertreibung unliebsamer Kundschaft. Scheinbar waren 15 CHF noch nicht effektive genug, somit jetzt 25 CHF. Bei mir war die PF jetzt erfolgreich und ich muß mich auch nicht auf noch höhere Abgaben einstellen (die kommen sicher, falls die erhoffte Wirkung ausbleibt).

    Auflösung PF:
    das ging ganz einfach:
    – einen Postschalter aufsuchen
    – Bankkarte und Ausweis vorlegen
    – Bankverbindung angeben, wohin der Restbetrag überwiesen werden soll
    – Formular unterschreiben
    – der Postmitarbeiter tütet das Formular ein und gibt es in die Post
    Achtung:
    – angeblich kann der Betrag nicht komplett bar ausgezahlt werden (damit das Geld nicht „verschwindet“)
    – sofern ein Teilbetrag bar ausgezahlt werden soll muß zusätzlich ein Agio von 1% gezahlt werden
    – am Automaten gibt es max. nur 800 EUR und das ohne Agio

    Migrosbank:
    – Eröffnung mit Ausweis für EU Bürger ohne Problem
    – ab 7500 CHF (Gegenwert des EUR Guthaben) Gebührenfrei, ansonsten 3 CHF/Monat
    – ab 7500 CHF beträgt die Ausländergebühr „nur“ 5 CHF/Monat, ansonsten 15 CHF/Monat
    – Maestro-Karte (erforderlich für Automatennutzung) 30 CHF/Monat
    – Ein- und Auszahlung nur am ATM
    – ATM Limit anfänglich bei 2000 EUR/Tag, im Laufe der Zeit erweiterbar (es war wohl die Rede von bis zu 5000 EUR/Tag)
    Tip: während der Eröffnung wurde mir erklärt, daß die M-Karte nur bei einem CHF Konto kostenlos ist und sofern das EUR Konto daran angegliedert ist, auch für dieses nutzbar.
    Mein Frage: wenn ich jetzt theoretisch zusätzlich noch ein CHF Konto eröffne, bekomme ich die Karte kostenlos dazu?
    Antwort: Ja.
    Ich: schön, dann setzen wir die Theorie doch gleich mal in die Praxis um.

    Im Januar werde ich auf das CHF Konto mal 100 CHF einzahlen und fertig.

    Achtung: bei der Eröffnung muß auch die eigene Steuernummer angegeben werden, damit später eine Meldung der Zinseinkünfte erfolgen kann. Die Migros Bank zahlt für ein Privatkonto aktuell sagenhafte 0,01%, genug, um das Konto am Wohnsitz sichtbar werden zu lassen.

    bankcoop Euro-Konto:
    Bei bankcoop wurde ich direkt am Eingang gefragt ob ich irgend einen Bezug zur Schweiz habe. Ein Wohnsitz im angrenzenden Ausland und eine unregelmäßige Zahlung (bei mir Rückerstattung ausgelegter Spesen bzw. kleine Aufwandsentschädigung) wurden als nicht ausreichend angesehen und eine Kontoeröffnung wurde abgelehnt.

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